Patientenkongress stieß bei Regensburgern auf große Resonanz

Dr. Thorsten Freikamp, Dr. Jürgen Götz, Gisela Klatt, Prof. Joachim Grifka, Prof. Guido Heers (v.l.)

„Auf unseren Aufruf haben sich bereits zahlreiche Interessierte gemeldet. Es sieht so aus, als könnten wir bald eine Selbsthilfegruppe in Regensburg gründen – unsere Veranstaltung war ein voller Erfolg!“, sagt Gisela Klatt und freut sich. Mehr als 500 Besucher kamen zum BfO-Patientenkongress, der große Saal des Kolpinghauses war bis zur letzten Reihe besetzt.

Sie verfolgten aufmerksam die Vorträge und nutzten ausgiebig die Gelegenheit, den Experten Fragen zu stellen. Prof. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik in Regensburg und Tagungspräsident, eröffnete das Programm mit einem Vortrag über Wirbelkörperbrüche – eine häufige und schmerzhafte Folge der Osteoporose.

Bei alten Wirbelbrüchen macht eine Operation keinen Sinn

„Nur dann, wenn der Bruch frisch ist, das heißt nicht älter als zehn Wochen, macht eine Operation Sinn“, betonte er. Denn dann kann ein weiteres Einbrechen aufgehalten und der Patient von den damit verbundenen Schmerzen befreit werden. „Alte Brüche haben sich bereits verfestigt und verursachen keine Beschwerden. In solchen Fällen ist der Eingriff sinnlos.“ Ob ein Bruch alt oder frisch ist, darüber liefere – neben der Anamnese – die Kernspintomographie gute Anhaltspunkte.

Interessiert verfolgte das Publikum auch den Vortrag über künstlichen Knie- und Hüftgelenkersatz von Prof. Guido Heers. „Heute arbeitet man in der Regel nicht mehr mit Zement, sondern steckt die Prothese quasi in den Knochen“, erklärte er. „Und das hält?“, fragte ein Besucher skeptisch bei der anschließenden Fragerunde. „Ja, denn die Prothese verwächst quasi mit dem Knochen“, versicherte Heers.

Barfuß laufen beugt Fußbeschwerden vor

Dr. Jürgen Götz klärte über verbreitete Fuß- und Sprunggelenkbeschwerden und Therapiemöglichkeiten auf. „Die beste Prophylaxe ist, so häufig wie möglich Barfuß zu laufen, denn das stärkt den Fuß“, empfahl er.

Auch der Vortrag von Apothekerin Margit Schlenk über Wechselwirkungen von Medikamenten stieß auf reges Interesse. Noch lange nach Veranstaltungsschluss beantwortete sie Fragen von Besuchern, die bei ihr Schlange standen.

BfO-Patientenkongresse und der Weltosteoporosetag

Der BfO, die größte deutsche Patientenorganisation für Osteoporose, veranstaltet seit 15 Jahren anlässlich des Weltosteoporosetages Patientenkongresse. Die Veranstaltung findet jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt statt. Der Weltosteoporosetag wurde 1998 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als offizieller, weltweiter Aktionstag anerkannt. Er wird seither am 20. Oktober begangen.

Kontakt:

Dr. Sonja Endres
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V. (BfO)
Tel.: 0 81 61/ 23 46 574
sonja.endres@osteoporose-deutschland.de
www.osteoporose-deutschland.de

Über den BfO

Der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V. (BfO) ist Dachverband für rund 300 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland und hat 15.000 Mitglieder. Er ist unabhängiger, kompetenter Ansprechpartner für das Krankheitsbild Osteoporose und ihre Therapie, unterstützt die Gründung, Organisation und Finanzierung von Selbsthilfegruppen, vertritt die Interessen der Osteoporose-Patienten im Gesundheitswesen und informiert die Öffentlichkeit über die Krankheit, ihre Folgen und präventive Maßnahmen.