Arzt diskutiert über Ergebnisse und bietet Therapievorschläge an

Therapie

Die Behandlung der Osteoporose verfolgt das Ziel, Knochenbrüche zu verhindern, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Dafür ist meist ein individueller Behandlungsplan notwendig, der verschiedene Bausteine kombiniert – von Bewegung und Ernährung als Basistherapie über medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu operativen Methoden bei besonders schwerem Verlauf. Prävention und Selbsthilfe spielen ebenfalls eine zentrale Rolle, um die Eigenaktivität der Betroffenen zu stärken.

Was ist das Ziel?

- Knochenbrüche verhindern
- Schmerzen lindern
- die Lebensqualität erhalten oder verbessern

Wie wird behandelt?

Meist braucht man einen individuellen Behandlungs-Plan.  
Er kombiniert verschiedene Bausteine:

- Bewegung und Ernährung — das ist die Basis-Behandlung
- Medikamente
- Operation — nur bei besonders schwerem Verlauf

Vorbeugung und Selbsthilfe

Auch Vorbeugung und Selbsthilfe sind wichtig.  
Sie helfen Betroffenen, selbst aktiv zu werden.

Ernährung - eine wichtige Basis

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D ist ein wesentlicher Bestandteil der Osteoporose-Therapie. Kalzium trägt zur Stabilität der Knochen bei, während Vitamin D die Kalziumaufnahme verbessert. Wichtig ist auch eine ausreichende Eiweißzufuhr zur Unterstützung der Muskulatur. Besonders empfohlen sind kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse und calciumreiches Mineralwasser. Eine individuelle Ernährungsberatung kann helfen, Mangelzustände zu erkennen und gezielt auszugleichen.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für die Behandlung.

Sie brauchen genug:

- Kalzium — es stärkt die Knochen
- Vitamin D — es hilft dem Körper, Kalzium aufzunehmen
- Eiweiß — es stärkt die Muskeln

Empfohlene Lebensmittel:

- Milch-Produkte
- grünes Gemüse
- kalzium-reiches Mineral-Wasser

Ernährungs-Beratung

Eine persönliche Ernährungs-Beratung kann helfen.  
So erkennen Sie Mängel.  
So können Sie sie gezielt ausgleichen.

Gruppe von Personen, die Sport treiben

Bewegung – Aktiv bleiben für starke Knochen

Gezielte Bewegung und regelmäßiges Training verbessern nicht nur die Muskelkraft und Koordination, sondern wirken sich auch positiv auf die Knochendichte aus. Funktionstraining unter Anleitung, etwa durch Osteoporose-spezifische Gymnastikgruppen, reduziert das Sturzrisiko und beugt Brüchen vor. Geeignete Sportarten sind z. B. Nordic Walking, sanftes Krafttraining oder Wassergymnastik.

Auch einfache Alltagsbewegungen können bereits einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung leisten.

Gezielte Bewegung und regelmäßiges Training helfen:

- die Muskeln stärken
- die Koordination verbessern
- die Knochen stärken

Funktions-Training

Training mit Anleitung hilft besonders, zum Beispiel in Osteoporose-Gymnastik-Gruppen.

Es senkt das Sturz-Risiko.  
Es beugt Knochenbrüchen vor.

Geeignete Sportarten:

- Nordic Walking
- sanftes Kraft-Training
- Wasser-Gymnastik

Im Alltag

Schon einfache Bewegung im Alltag kann die Knochen stabilisieren.

Ältere Person nimmt Medikamente

Medikamente – Wenn die Knochenstruktur medizinische Unterstützung braucht

Medikamentöse Therapien können den Knochenabbau bremsen und den Aufbau neuer Knochensubstanz fördern. Je nach individueller Risikosituation kommen verschiedene Wirkstoffgruppen zum Einsatz – z. B. Bisphosphonate, Denosumab, Teriparatid oder selektive Östrogenrezeptormodulatoren. Die Wahl des Medikaments hängt u. a. vom Alter, Geschlecht, Frakturrisiko und Begleiterkrankungen ab.

Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Therapie ist entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg.

Medikamente können helfen:

- den Knochen-Abbau bremsen
- den Aufbau neuer Knochen-Ssubstanz fördern

Welches Medikament passt?

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, zum Beispiel:

- Alter
- Geschlecht
- Risiko für Knochenbrüche
- andere Krankheiten

Es gibt verschiedene Medikamenten-Gruppen, zum Beispiel:

- Bisphosphonate
- Denosumab
- Teriparatid
- Östrogen-Rezeptor-Modulatoren

Der Arzt wählt das passende Medikament für Sie aus.

Wichtig

Gehen Sie regelmäßig zum Arzt zur Kontrolle.  
So kann die Behandlung langfristig erfolgreich sein.

Operation & Nachsorge – Stabilität und Lebensqualität

In schweren Fällen von Osteoporose, etwa bei schmerzhaften Wirbelbrüchen oder fortgeschrittener Instabilität, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Verfahren wie Kyphoplastie oder Vertebroplastie helfen, gebrochene Wirbelkörper zu stabilisieren und Schmerzen effektiv zu lindern.

Nach einer Operation – beispielsweise am Hüftgelenk – spielt die gezielte Nachsorge eine zentrale Rolle: Physiotherapie, medikamentöse Weiterbehandlung und Schulungen zur Sturzprävention unterstützen die Rehabilitation. Ziel ist es, Mobilität und Selbstständigkeit wiederherzustellen und das Risiko für weitere Brüche langfristig zu senken. Eine interdisziplinäre Betreuung sorgt dabei für nachhaltigen Behandlungserfolg.

Bei schwerer Osteoporose kann eine Operation nötig sein.

Das gilt zum Beispiel bei:

- schmerzhaften Wirbel-Brüchen
- starker Instabilität der Wirbel

Welche Verfahren gibt es?

Verfahren wie Kyphoplastie oder Vertebroplastie stabilisieren gebrochene Wirbel.  
Sie lindern Schmerzen effektiv.

Nach der Operation

Nach einer Operation — zum Beispiel an der Hüfte — ist die Nachsorge wichtig:

- Physio-Therapie
- weitere Medikamente
- Schulungen zur Sturz-Vorbeugung

Ziel der Nachsorge

- Mobilität und Selbstständigkeit zurückgewinnen
- das Risiko für weitere Brüche langfristig senken

Verschiedene Fachleute arbeiten dabei zusammen.  
So ist die Behandlung langfristig erfolgreich.

Training einer Person in einer Selbsthilfegruppe

Selbsthilfe – Gemeinsam aktiv bleiben

Selbsthilfegruppen spielen eine zentrale Rolle bei der ganzheitlichen Versorgung. Sie bieten nicht nur Austausch und emotionale Unterstützung, sondern auch Zugang zu Bewegungsangeboten, Fachvorträgen und praktischen Alltagstipps. Studien zeigen, dass aktive Selbsthilfe das Gesundheitsverhalten nachhaltig stärkt.

Der BfO unterstützt bundesweit rund 260 Gruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig motivieren und gemeinsam Wege im Umgang mit der Erkrankung finden.

Selbsthilfe-Gruppen sind wichtig für die ganzheitliche Versorgung.

Was bieten sie?

- Austausch mit anderen Betroffenen
- emotionale Unterstützung
- Bewegungs-Angebote
- Fach-Vorträge
- praktische Tipps für den Alltag

Studien zeigen: Aktive Selbsthilfe stärkt das Gesundheits-Verhalten langfristig.

Der BfO unterstützt Selbsthilfe-Gruppen

Der BfO unterstützt bundesweit etwa 260 Gruppen.

Dort motivieren sich Betroffene gegenseitig.  
Gemeinsam finden sie Wege im Umgang mit der Krankheit.

Jetzt Selbsthilfegruppe finden