WOT 2019 in Leverkusen bei Köln:  Tipps und Termine

Die Rhein-Promenade ist geprägt vom Kölner Dom und der romanischen Kirche Groß St. Martin. Copyright: Udo Haake/Köln Tourismus GmbH

Mit ihrer 2000-jährigen Geschichte ist Köln die älteste deutsche Großstadt. Ihre römische Vergangenheit ist zwischen Rathaus und Dom, Rhein und Rudolfplatz immer noch präsent. Zahlreiche Relikte wie das 70 Quadratmeter große Dionysos-Mosaik oder das 14 Meter hohe Poblicius-Grabmal können im Römisch-Germanischen Museum bestaunt werden. Aufwendig und bunt gestaltet steht das Mosaik für Luxus und Lebensfreude. Mit beeindruckender Größe und Würde erzählt das Poblicius-Denkmal von den Toten und den  Jenseitsvorstellungen der Römer. Beide Monumente geben unter kundiger Führung einen Einblick in das Leben der Metropole am Rhein vor 2000 Jahren. Trotz Sanierungsarbeiten im Museum sind die beiden Größen des römischen Kölns im Rahmen von Kurzführungen zugänglich. Termine nach Vereinbarung unter service.museumdienst@stadt-koeln.de.

Direkt neben dem Römisch-Germanischen-Museum ragen die beiden 157 Meter hohen Türme des Kölner Doms in den Himmel. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist mit 20 000 bis 30 000 Besuchern pro Tag die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Viele kommen nicht nur wegen der beeindruckenden Größe des Kölner Wahrzeichens, sondern auch wegen der dort präsentierten kunsthistorischen Schätze wie dem goldenen Dreikönigenschrein aus dem 13. Jahrhundert oder dem Clarenaltar, einem der bedeutendsten Flügelaltäre des 14. Jahrhunderts. Seit 12 Jahren hat der Kölner Dom noch ein weiteres Highlight zu bieten: ein von dem renommierten Künstler Gerhard Richter gestaltetes Fenster. Auf einer 106 Quadratmeter großen Fläche an der Südseite des Doms ließ Richter bierdeckelgroße Antikglas-Stücke in 72 verschiedenen Farbtönen mit Silikon auf einer großen Trägerscheibe vereinen. Die Komposition entfaltet einen bunten Lichtzauber in der Kathedrale, der bei Sonnenschein besonders beeindruckend ist.

Lohnenswert ist auch ein Abstecher ins Museum Ludwig, das sich direkt südöstlich an den Kölner Dom anschließt. Das Museum beherbergt nicht nur die größte Pop-Art-Sammlung Europas, sondern auch die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der wichtigsten Sammlungen zum deutschen Expressionismus, Schlüsselwerke der russischen Avantgarde und eine Sammlung zur Geschichte der Fotografie mit ca. 70 000 Werken. Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums präsentiert das Museum ab dem 12. Oktober eine Sonderausstellung über die Fotografin Lucia Moholy, die die Geschichte der Fotografie neu schrieb.

Öff­nungszeit­en

Di­en­s­tag bis Son­n­tag: 10–18 Uhr
1. Don­n­er­s­tag im Mo­nat: 10–22 Uhr
Mon­tags geschlossen

Hein­rich-Böll-Platz
50667 Köln
Tele­fon +49 221 221 26165
Tele­fax +49 221 221 24114
in­fo@mu­se­um-lud­wig.de

„Halver Hahn“ und Sauerbraten

Nach Kunst und Kultur darf ein Ausflug in eines der typisch kölschen Brauhäuser nicht fehlen. Zu den alteingesessenen Brauhäusern zählen das seit 1511 bestehende Brauhaus Sion oder das Früh am Dom. Außerdem die Brauerei Päffgen, die einst von Ex-US-Präsident Bill Clinton besuchte Malzmühle oder die nun schon über 500 Jahre alte Schreckenskammer in unmittelbarer Nähe zur romanischen Kirche St. Ursula.

Im Mittelpunkt der Kölner Brauhauskultur steht das Kölsch, das nicht nur eine Biersorte, sondern zugleich auch Bezeichnung für die Kölner Lebensart und des hiesigen Dialekts ist. Das Besondere ist, dass Kölsch nur in Köln gebraut werden darf. Es ist ein obergäriges Bier (bei der Gärung steigt die Hefe nach oben). Hoher Hopfengehalt und wenig gebundene Kohlensäure machen es besonders leicht und bekömmlich. Am besten schmeckt es direkt vom Fass und es gehört selbstverständlich in die typischen, nur in Köln verwendeten Gläser (zylindrische „Kölner Stangen“ von 0,2 Litern Inhalt).

Die Kellner in den Brauhäusern heißen Köbes. Sie tragen die Tracht der alten Brauknechte und stellen ein Unikum des deutschen Servierwesens dar – vorlaut, herzlich, gelassen, herb, mundfaul – je nachdem. Die Köbesse tragen das Bier im „Kranz“ (ein rundes Tablett mit Stiel). Zu Essen gibt es typisch kölsche Gerichte wie den „Halven Hahn“ (Roggenbrötchen mit Käse und Senf) oder Rheinischen Sauerbraten, zudem Gutbürgerliches.


BRAUHÄUSER

Brauhaus Sion

Unter Taschenmacher 5-7

50667 Köln

Telefon: 0221 2578540


Brauhaus Früh

Am Hof 12-18

50667 Köln

Telefon: 0221 2613215


Brauerei Päffgen

Friesenstraße 64-66

50670 Köln

Telefon: 0221 135461


Brauhaus Malzmühle

Heumarkt 6

50667 Köln

Telefon: 0221 92160613


Brauhaus Schreckenskammer

Ursulagartenstraße 11-15

50668 Köln

0221 132581


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